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Eindrücke aus zwei Clubhouse-Diskussionen

Am 26.01. und am 02.02.21 moderierte ich Gespräche bei Clubhouse, die zeitgemäße Prüfungskultur zum Thema hatten. Das erste Mal mit Hendrik Haverkamp, das zweite Mal mit Jennifer Steckel. Im Vorfeld gab es in anderen sozialen Netzwerken Kritik: Ein elitäres Netzwerk, zu dem viele Interessierte gar keinen Zugang haben, das ein bestimmtes Gerät und eine “Einladung” eines Mitglieds voraussetzt — das widerspreche doch den Gedanken von offenem Zugang, gleichberechtigter Kommunikation, kurz: allem, wofür die offene Netzkultur sich einsetzt. Wir haben diese Diskussionen trotzdem durchgeführt. Die Einwände sind berechtigt und nachvollziehbar. Dennoch erprobten wir die (Stand: 02.02.21) neue Möglichkeit des Diskutierens und…


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Lernerfolg durch Unbewertbarkeit?

Dieser Text stellt eine produktive Methode des Literaturunterrichts vor, die universell einsetzbar ist. Die daraus hervorgehenden Schülerergebnisse habe ich nie bewertet. Warum halte ich sie trotzdem (oder deswegen?) für sehr lernförderlich?

Die Methode hängt mit ihm zusammen: Raymond Queneau (1903–1976):


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Eine Ergänzung der Leistungsbewertung in der Lehrerbildung

Portfolios sind im Bildungskontext nicht neu, auch E-Portfolios nicht. Probleme der Leistungsbewertung im Referendariat sind auch nicht neu. Selbst meine Erfahrungen damit sind nicht neu, beruhen sie doch auf eigener Praxis im Rahmen meiner Tätigkeit als Hauptseminarleiter am Studienseminar Potsdam, die schon etwas zurückliegt. Und doch: Portfolios im Referendariat bieten so viele Chancen, dass sich die Verbreitung der Idee nach wie vor lohnt. Auch können Sie ein Geburtshelfer für die Etablierung eines neuen Leistungsverständnisses und einer neuen Kultur der Leistungsbewertung sein.


undraw.io

Wie wird dort mit digitalem Lernen in Corona-Zeiten umgegangen? Kurze Bemerkungen zu einer Gesprächsrunde

Letzte Woche war ich zu einer Videokonferenz eingeladen. Bildungsexpert*innen aus Mittelamerika: Universitätspräsidenten, Mitarbeiter*innen der Bildungsministerien, Regierungsmitarbeiter*innen, Schulleiter*innen etc. suchten auf dieser Konferenz den internationalen Austausch. In meinen 90 Minuten, aus denen dann 120 Minuten wurden, mit Deutschland. Eine Stiftung hatte das organisiert. Und so konnte ich Vertreter*innen aus Venezuela, El Salvador, Nicaragua, Honduras, Costa Rica, Panama, Guatemala meine deutschen Erfahrungen nahebringen und vor allem auch ihre kennenlernen.


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Ein neuer Blick aufs Korrigieren

Seit ich nicht mehr unterrichte, begegnen mir häufig Aussagen wie: “Na, dann bist du jetzt bestimmt froh, nicht mehr so viel korrigieren zu müssen.” Oder ähnlich. Die schlimmste Bürde der Lehrkraft — zumindest an weiterführenden Schulen — scheinen die Berge an Klassenarbeiten und Klausuren zu sein. Und natürlich spüre ich dabei den Reflex, diese Entlastung zu bejahen. Keiner Deutsch-, Englisch- oder Geschichtslehrkraft muss ich erklären, welchen Zeitaufwand Korrekturen insbesondere in der gymnasialen Oberstufe mit sich bringen. Auch für die anderen Fächer gilt das.

Aber: Wenn ich ehrlich bin, denke ich anders. In den letzten drei Jahren meiner Lehrertätigkeit habe ich…


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Unter dem Eindruck der Corona-Pandemie kam im Bildungsbereich eine Frage auf, die auch unabhängig von Corona sehr spannend ist:

Kann eine schriftliche Leistungsbewertung (Test, Klassenarbeit, Klausur) auch zu Hause erbracht werden? Wenn ja, wie?

Vor dem Hintergrund der herkömmlichen Auffassung von Leistungsbewertung stellt sich schnell die Frage der Gerechtigkeit: Die technische Ausstattung zu Hause ist höchst unterschiedlich; hier gibt es helfende Eltern oder Geschwister, dort nicht; den Betrügereien sind Tür und Tor geöffnet; Max engagiert dann seinen Nachhilfelehrer, der in der Zeit der Klassenarbeit neben ihm sitzt, während Luisa dafür keine Zeit hat, da sie in der Zeit ihrem kleinen…


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Ein Appell in Corona-Zeiten

Ich war unsicher. Aber ein Gespräch mit meinen Schülern hat mir Sicherheit gegeben. Ich war unsicher, ob ich meinem Kurs zu viel Freiheit und Eigenverantwortung gebe. In einem Oberstufenkurs stand ich vor der Frage, wie ich den Heim-Unterricht in den 2 Wochen bis zur vermutlichen Rückkehr ins Schulgebäude am 04.05.2020 gestalte. Ich entschied mich dafür, die Schüler vor allem an einer komplexen Aufgabe (Analyse einer Dramenszene) intensiv arbeiten zu lassen und zusätzlich Möglichkeiten zur Vertiefung anzubieten, aber nicht verpflichtend anzuweisen. Mir fiel nämlich auf, dass die Schülerinnen und Schüler in der Corona-Zeit sehr unterschiedlich intensiv gearbeitet hatten. Ich schrieb dem…


Photo by Fezbot2000 on Unsplash

Eine pädagogische Sammlung

Die Gedankenfigur “Krise als Chance” ist alt und oft überstrapaziert. Diejenigen, die Chancen suchen, betreiben das jedoch in Krisenzeiten umso intensiver; und so hat die Formulierung derzeit Hochkonjunktur. Der Bildungsbereich steht im Scheinwerferlicht wie selten zuvor. Schulschließungen und Homeschooling haben dazu geführt, dass breite Teile der Öffentlichkeit über Bildung und Versäumnisse in diesem Bereich diskutieren. Wie ist die Lage?

Durch die verhinderte räumliche Nähe von Lehrkräften und Schülern steht die Frage im Raum, ob und wie Digitalität diese Lücke zu schließen vermag. Dabei ist das Digitale längst da, wir leben schon lange in einer digitalen Gesellschaft. Das wird dem einen…


Photo by Marija Zaric on Unsplash

Formative Assessment in der Praxis

Seit 3 Jahren arbeite ich in der Oberstufe dort, wo es sich anbietet, mit der (von mir so genannten) Methode Master-or-Die. Auf Fortbildungen, Barcamps und ähnlichen Veranstaltungen stößt es regelmäßig auf Interesse, aber auch auf Skepsis. Jetzt werde ich eine weiterentwickelte Variante erproben (2.0), die ich hier vorstellen möchte.

Master-or-Die konterkariert die althergebrachte Auffassung von Leistungsbewertung. Es ist ein Beispiel des formative assessment. In unserer gegenwärtigen Schule herrscht vor allem das Gegenteil vor: summative assessment, die gesonderte Bewertung am Ende des Lernprozesses, in Form von Tests, Klassenarbeiten, Klausuren. Auch das führe ich natürlich nach wie vor durch.


Photo by Jeff Kepler on Unsplash

Stellschrauben für besseres Lernen

2015 erschien in Großbritannien ein Buch, dessen Grundgedanken die beiden Autorinnen folgendermaßen beschreiben:

“We believe that the majority of teachers just need to ‘tweak’ rather than reinvent the proverbial wheel.”

Björn Nölte ☕

Teaching & Learning in Berlin, Germany — Referent Schulaufsicht der Ev. Schulstiftung in der EKBO | früher: Lehrer, Seminarleiter, Oberstufenkoordinator

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